Im Herbst 2006 ging sie los, die Suche.

Ich suchte eigentlich mich, lernte mich immer besser kennen und erkannte letztendlich wer ich wirklich bin.

Während dieser Reise, monatelang unterwegs in einem umgebauten Lieferwagen, entstanden meine ersten bayrischen Lieder. Eigentlich, Da Mensch, Danke dafür, Haus am Meer, Revolucion Corazon. Insgesamt fast 25 Songs.

Ein paar Wochen später spielte ich meine ersten Konzerte und nur kurze Zeit später erblickte meine erste CD das Licht der Welt: Unterwegs zu mir.

Wie es zu Chris Columbus kam? Der Name hat mir gefallen. Aber eigentlich wollte ich damals schon einfach meinen eigenen Namen nehmen. Jürgen Eibl oder Vivek. Nur meine erste Band wollte das nicht. Na dann halt Chris Columbus dachte ich mir, das war auch stimmig. Einer der alles aufgibt, los zieht und sich die Welt anschaut.

Blöd war nur, dass als ich mich für den Künstlernamen entschieden hatte und das erste Album fertig gepresst war, die erste Band gekündigt hat. Häd i doch bloß…

Da stand ich mit einem neuen Album, meinem ersten Plattenvertrag einer gebuchten Tour und keiner Band. Doch das Leben bescherte mir schnell eine neue Band. Traumhafte Musiker, echte Profis, mit denen ich dann ein paar Jahre gespielt habe. Nach vielen Konzerten, einer richtigen Ochsentour durch Bayern, hatten wir uns einige treue Fans erspielt. Eines Tages fuhr ich im Auto und hörte im Bayern 1 meinen eigenen Song „Eigentlich“ zum ersten Mal. Der damalige Musikredakteur hatte das Lied, es gefiel ihm so gut, weil er selbst am Tag 20 mal eigentlich sagte, mit in die Rotation genommen und jetzt lief er.

Ich glaub 3 bis 5 mal die Woche zu den besten Sendezeiten. Dieses Gefühl war und ist unbeschreiblich. Ich im Radio. Da Hammer.

Der Grundstein war gelegt! Alles lief super und es kamen immer mehr Leute auf die Konzerte.

Irgendwann kam dann aber mein persönlicher Einbruch. Die Trennung von meiner Freundin nach einer fast 10jährigen Beziehung hat mir erstmal den Boden unter den Füssen weg gerissen.  Da ich immer schon alles, was ich gefühlt und erlebt habe am besten in Songs ausdrücken konnte, hat es diese Lebensphase dann auch auf mein zweites Album geschafft.

Das war aber dann nicht nur mehr ich.

Es war ein WIR!

Ich gab die Zügel aus der Hand und ließ andere Einflüsse mit einströmen. Ich glaub weil ich in dieser Zeit einerseits irgendwie nicht mehr so sicher war was ich tun soll und andererseits auch interessiert an etwas Neuem war.

Augenblick war das zweite Album. Mit neuen Songs. Neuen Erkenntnissen und wie gesagt, einigen verarbeiteten Emotionen. Wieder mal präsentierte ich mich ganz offen und gewährte meinen Fans tiefe Einblicke in mein Leben. Die zweite Tour Augenblick stand. Gute Zeiten, schlechte Zeiten.

Ich hielt mittlerweile schon viel mehr Seminare und Satsang, unterrichtete Yoga und machte Musik. Nach einer Durststrecke wurde ich wieder lebensfroher, es kam immer mehr die Lust nach vorne zu spielen. Mehr Gas. Zu tanzen, zu singen, Freude zu haben und mit all den Einschränkungen aufzuräumen. Das zu sagen, was ich wirklich sagen will. Ungeniert.

Die Lust zu Leben war wieder voll da.

Ich schrieb Songs und übernahm wieder die Regie, wusste wieder was ich wollte und wie es klingen soll.Wollte etwas neues probieren, die Leichtigkeit vom ersten Album wieder finden und einen drauf legen. Ich produzierte mit Flo Rein mein drittes Album  Ungeniert und dazu kam mal wieder dass  die Band gekündigt hatte. Das Leben wollte scheinbar immer wieder wissen, ob ich das auch wirklich will. Band Nummer drei.  Jetz machma wos neis. Percussion, kein Schlagzeug mehr und kein Bass, sondern a Ziach. Schon bei den ersten Proben haben wir super zusammen gefunden und die Richtung wurde immer klarer.

Mit der dritten Band hatte ich bisher die meisten Konzerte gespielt. Die Ungeniert und die Jetzt oder nie Tour. Ein ganz neues Bewusstsein auf der Bühne. Wir hatten uns gefunden und sind richtig zusammen gewachsen. Eine unglaublich wertvolle Zeit in der wir auch das „Life is live“ Album rausbrachten. Gerüttelt, geschüttelt aber gefestigt im jetzigen Moment.

In diesem Jahr erhielt ich eine Einladung aus Indien. Ich wurde eingeladen am heiligen Berg Arunachala Satsang zu halten. Was für eine Ehre. Da war ich nun. Der jüngste „Guru“ am Berg und das Leben bescherte mir ein volles Haus. Ich weiss nicht wie oder warum, aber zu mir kamen in dieser Zeit die meisten Leute und es wurden täglich mehr. Nach nur ein paar Tagen schon hatte ich immer über 100 Menschen vor mir sitzen, die wirklich an der direkten Selbsterkenntnis interessiert waren. Daraufhin folgten viele Einladungen. Nach England, Litauen, Frankreich usw. und ich folgte ihnen. Das Reisen begann und es war sehr wenig Zeit für Musik.

Ich spielt nur eine kleine Tour in Bayern, bereiste dafür aber ganz Europa, lehrte den Menschen die Wahrheit und zeigte ihnen wer sie wirklich sind und wie man mit dem zwanghaften Denken aufhören kann. Die Karten wurden neu gemischt. Ich gab mal wieder alles auf, kaufte mir diesmal ein Wohnmobil und zog nach Andalusien, wo ich Satang hielt und von wo aus ich Europa und Indien bereiste.

Ich hatte einige neue Songs geschrieben und wollte sie mit meiner Band aufnehmen aber das hat nicht funktioniert. Das Leben wollte scheinbar dass ich es selber mache.

So war es dann auch.

Ich kaufte mir das nötigste Equipment, packte alles zusammen, mietete mir ein Haus in Spanien und hatte vor im Winter 17/18 das neue Album aufzunehmen. Ein neues Land, weit weg von zuhause, mit vielen neuen Aufgaben, Herausforderungen und Erlebnissen. Nach einigen Anläufen und Problemen, das war der regnerischste Winter seit 10 Jahren und in Spanien gibt es glaub ich kein Haus auf dem Land, das für so etwas gebaut ist, war es dann so weit.

Die Aufnahmen begannen und ich produzierte diesmal ganz allein mein neues Album. Das heißt nun so wie ich, Vivek, und auf dem ist nichts anderes drauf als das was ich bin.

Alles selbst geschrieben, aufgenommen, gespielt und gesungen.

Zurück in Deutschland hatte ich Stefan noch ein paar Akkordeon Spuren spielen lassen und die wundervolle Hookline von Mensch ärgere dich ned wollte ich auf alle Fälle drauf haben.

Ja liebe Freunde, so schauts jetzt aus.

Meine fünfte CD, das vierte Studio Album: Vivek – Solo steht in den Startlöchern. Sie wird bei Konstantin Weckers Sturm und Klang Label im Oktober erscheinen. Bei der ersten Single Auskopplung haben wir uns für Schein entschieden.

Das ist meiner Meinung nach brandaktuell und darauf folgt die Vivek – Solo Herbst Tour im Oktober und November. Diesmal ohne Band, einfach ich mit Gitarre.

„Das Ganze Leben ist eine Reise zu sich selbst, man darf sich selbst erkennen und sich dann immer mehr treu sein“.

Ich würde mich freuen euch auf den Konzerten zu sehen und bin sehr gespannt wie mein erstes selbst produziertes Album bei euch ankommt.

Bis boid amoi. Hasta luego und alles Liebe.

Euer Vivek Jürgen Eibl